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Freitag, 30. Dezember 2011

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Beitrag 117 aus der FRENKENKLINIK: Gelbe Zähne, was tun?


Schöne und gesunde Zähne sind in unserer heutigen Gesellschaft sehr wichtig, denn sie vermitteln sofort einen gepflegten Eindruck. Gelbe Zähne hingegen sehen unschön aus. Natürlich spielen die Lebensgewohnheiten bei der Farbe der Zähne eine entscheidende Rolle, doch auch die Gene sind häufig daran schuld, wenn man trotz bester Zahnpflege keine weißen Zähne erreicht. Vor allem übermäßiger Kaffee- und Alkoholkonsum sowie starker Zigarettengenuss führt zu gelben Zähnen. Gott sei Dank gibt es heutzutage mehrere Methoden, die Zähne entweder zu Hause oder beim Zahnarzt aufhellen zu lassen.

Laser Bleaching
Bei dieser Behandlung wird ein spezielles Bleaching Gel auf die Zähne aufgetragen; der Laser aktiviert dies und führt so zu weißen und schönen Zähnen. Jeder Zahn wird dabei gesondert etwa 30 bis 60 Sekunden lang behandelt. Wichtig ist es, das Zahnfleisch abzudecken, damit dieses nicht angegriffen wird. Vorteil des Laser Bleaching ist, dass die Zähne um mehrere Farbstufen aufgehellt werden können. Meist sind dann aber mehrere Sitzungen beim Zahnarzt nötig. Auch ist das Ergebnis sofort sichtbar und hält immerhin bis zu fünf Jahre lang an.

Power Bleaching
Power Bleaching ist die wohl schnellste Methode der Zahnaufhellung, die jedoch nur von einer Fachkraft ausgeführt werden darf. Der gesamte Vorgang dauert nur etwa eine Stunde. Ähnlich wie beim Laser Bleaching wird auch hier ein Bleichgel auf die Zähne aufgetragen. Nun folgt der Einsatz der Bleaching Lampe.

Walking-Bleach-Technik
Die sogenannte Walking-Bleach-Technik stellt eine Besonderheit unter den Zahnaufhellungsmethoden dar. Diese wird bei avitalen, also toten Zähnen, angewandt. Der betroffene Zahn wird geöffnet und mit einem Bleichmittel gefüllt.

Home Bleaching vom Zahnarzt
In Absprache mit dem Zahnarzt kann man das Bleichen der Zähne auch zu Hause durchführen. Dieser wird dem Patienten eine Schiene anpassen, welche der Patient während des Vorgangs auf die Zähne setzt. Diese wird über Nacht getragen; in der Regel reicht eine Behandlungszeit von drei bis acht Nächten aus.

Gelbe Zahnfarbe selbst entfernen
In Apotheken, Drogerien und Reformhäusern gibt es mittlerweile eine unglaubliche Auswahl an verschiedenen Bleaching Produkten für die Anwendung zu Hause – da fällt die Auswahl nicht leicht. Die meisten der angebotenen Produkte basieren auf der Grundlage von Carbamidperoxid. Zwar sind diese Home Bleaching Produkte für zu Hause deutlich günstiger als eine Sitzung beim Zahnarzt, sicherer ist es jedoch, sich in die Hände eines Fachmannes zu begeben. Größtes Risiko beim Home Bleaching ist eine Verätzung des Zahnfleisches und auch das versehentliche Verschlucken des Gels kann schlimme Folgen haben. In den meisten Fällen jedoch, sind die Mittel so abgestimmt, dass keine großen Schwierigkeiten auftreten.

Wichtig vor der Zahnaufhellung
Allen Bleaching Methoden gemeinsam ist, dass die Zähne vor der Behandlung gründlich gereinigt werden müssen. Eine professionelle Zahnreinigung kann da Wunder bewirken: Plaque und Zahnstein werden entfernt und die Zähne werden mithilfe einer Polierpaste geglättet, um die Neuansiedlung von schädlichen Bakterien zu verhindern. Durch diese Vorreinigung der Zähne wird zudem ein gleichmäßiges Farbergebnis beim Bleaching erreicht.
Träger von Kronen und Prothesen sollten beachten, dass diese mittels Bleaching nicht aufgehellt werden können und so eventuell eine unästhetische Farbreihe entstehen könnte. Während der Schwangerschaft sollte auf ein Bleaching der Zähne übrigens komplett verzichtet werden.
Nach einer Bleaching Behandlung kann es passieren, dass die Zähne für kurze Zeit (1 bis 2 Tage maximal) auf heiße oder kalte Speisen empfindlicher reagieren als üblich. Der Grund dafür ist nicht, wie meist angenommen, dass der Zahnschmelz angegriffen wurde, sondern eine Austrocknung der Zähne. Die Zähne lagern das fehlende Wasser aber rasch wieder ein und so verfliegt die Hypersensibilität wie im Nu.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Beitrag 116 aus der FRENKENKLINIK: Was passiert eigentlich beim Bleaching?


Auch wenn verfärbte Zähne nicht die Funktion des Zahnes beeinflussen, (so lange es sich dabei nicht um Zahnstein oder Plaque handelt) gelten nach wie vor weiße Zähne als gesund und schön. Heute muss sich niemand mehr mit seinen Zahnverfärbungen abfinden, da es zahlreiche Möglichkeiten zum Bleichen der Zähne gibt.
Bevor Sie sich jedoch für eine Zahnaufhellung, dem sogenannten Bleaching, entscheiden, sollten Sie sich genau darüber informieren, was bei dieser Behandlung eigentlich passiert. Mit welchen Nebenwirkungen müssen Sie rechnen? Warum werden die Zähne eigentlich so weiß?
Das Zahnbleaching – oxidativ oder reduktiv?

Vor dem Zahnbleaching sollte ein Zahnarzt die Zähne genau auf ihren Zustand und ihre Gesundheit untersuchen, da dunkle oder gelbliche Zahnfarben im Einzelfall auch krankhafte Ursachen haben können. Vor der Bleaching-Behandlung ist eine professionelle Zahnreinigung unbedingt erforderlich. Bei einem Bleaching müssen im Gegensatz zu Kronen oder Veneers (Verblendschalen) die Zähne nicht abgeschliffen werden, so dass die Zahnsubstanz gar nicht erst angegriffen wird.

Oxidatives Bleaching
Zu Beginn der Zahnaufhellung wird ein Bleaching Gel auf die Zähne aufgetragen, welches Wasserstoffperoxid enthält. Es dringt in die Zahnoberfläche ein und geht mit dem verfärbten Zahnschmelz eine Reaktion ein (oxidatives Bleichen). In der Zahnsubstanz werden die Verfärbungen durch die Bildung von freien Sauerstoffradikalen entfärbt. Eine spezielle Bleichlampe unterstützt diesen Prozess, bei dem die Wasserstoffperoxid-Moleküle in kleinere Moleküle oder Wasserstoffbindungen zerfallen. Weil diese veränderten Moleküle bei der Aufhellungsbehandlung heller werden, sehen anschließend die Zähne gesünder und weißer aus.

Reduktives Bleaching
Reduktive Bleichmittel entziehen den Verfärbungen der Zähne Sauerstoff mittels Schwefelverbindungen. Bei dieser Methode kehren allerdings die Zahnverfärbungen schneller zurück, als beim oxidativen Bleichen, da die Zähne wieder mit Sauerstoff in Berührung kommen und die aufgehellten Zähne nach und nach wieder dunkler werden können.

Risiken beim Bleaching
Langzeituntersuchungen haben ergeben, dass das fachgerecht durchgeführte Bleaching den Zähnen in der Regel nicht schadet. Sie müssen auch nicht um Ihre Füllungen, Kronen oder Verblendschalen bangen, da das Bleichmittel diese im Normalfall nicht angreift.
Es kann nach der Behandlung zu einer Überempfindlichkeit der Zähne kommen, die jedoch nach kurzer Zeit wieder von selbst verschwinden wird. Beim Bleaching wird den Zähnen nämlich Wasser entzogen und das führt zu dieser Hypersensibilität. Sobald die Behandlung jedoch abgeschlossen ist, lagern die Zähne das fehlende Wasser rasch wieder ein.

Generell gilt
Wenn Sie sich für ein Bleaching entschieden haben, sollten Ihre Zähne gesund und frei von Karies sein. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten, auch bei einem Home Bleaching, um sicher zu stellen, dass Sie Ihre Fragen umfassend klären können. So können Sie sich beruhigt auf die Aufhellung Ihrer Zähne und das damit verbundene bessere Lebensgefühl freuen.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Beitrag 115 aus der FRENKENKLINIK: Methoden zum Bleichen der Zähne


Gesunde und vor allem weiße Zähne vermitteln sofort einen gepflegten Eindruck und sind in unserer heutigen Zeit unerlässlich. Jeder wünscht sich ein strahlendes Lächeln ohne unschöne Zahnverfärbungen. Die Zahnaufhellung ist ein gutes Mittel für alle, die nicht von der Natur mit weißen Zähnen gesegnet wurden. Doch auch durch Nikotin, Kaffee oder Tee entstehen gelblich verfärbte Zähne schnell. Es gibt ganz verschiedene Methoden der Zahnaufhellung; die beliebtesten sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Um eine Zahnaufhellung durchführen zu können, sollten die Zähne gesund sein, das heißt bei stark schmerzempfindlichen Zähnen oder Karies sollte man von einer Zahnaufhellung eher absehen. Auch überkronte Zähne können nicht gebleicht werden. Allen Bleaching-Methoden gemeinsam ist, dass die Behandlung zwar im Allgemeinen recht gute Ergebnisse erzielt, diese aber nach ungefähr 24 Monaten nachlassen und die Aufhellung erneut durchgeführt werden muss.

Zähne aufhellen zu Hause oder in der Zahnarztpraxis?
Unterschieden wird grundsätzlich nach Methoden, die zu Hause ausgeführt werden können sowie einer professionellen Zahnaufhellung beim Zahnarzt. Bei beiden Methoden müssen die Zähne vorher gründlich gereinigt, das heißt von Zahnbelag befreit, werden. Nachteilig bei der Zahnaufhellung durch den Zahnarzt ist, dass diese deutlich kostenintensiver ist als das Aufhellen zu Hause. Für eine Komplettbehandlung sowohl von Ober- als auch von Unterkiefer muss man mit Kosten zwischen 500 und 600 Euro rechnen. Die Krankenkassen übernehmen die Bleaching Kosten leider nicht.

Home Bleaching: Zahnaufhellung zu Hause
Eine der beliebtesten Methoden für die Zahnaufhellung zu Hause sind die sogenannten Whitestrips. Hierbei handelt es sich um etwa 15 Zentimeter lange Streifen, die über einen Zeitraum von 14 Tagen täglich jeweils für eine Stunde getragen werden müssen. Erhältlich sind diese Strips sowohl in der Apotheke als auch in Drogerien; auch Zahnärzte verkaufen diese. Eine Packung ist bereits ab einem Preis von etwa 40 Euro erhältlich. Beachtet man die Packungsbeilage und hält sich genau an die Anweisungen, treten hier nahezu keinerlei Nebenwirkungen auf. Dieses sogenannte Home Bleaching zählt daher auch zu einer der beliebtesten Methoden der Zahnaufhellung.

In-Office-Bleaching: Zahnaufhellung beim Zahnarzt
Im Gegensatz zum Home Bleaching werden beim Power Bleaching höher konzentrierte Wirkstoffe eingesetzt. Aus diesem Grund sollte es auch nur von einem erfahrenen Zahnarzt angewandt werden. Dieser wird auf die zu behandelnden Zähne ein Bleaching Gel auftragen, welches zwischen 15 und 30 Minuten einwirken muss. Durch den Einsatz von Bleaching Lampen kann die Wirkung des Mittels noch intensiviert werden. Bei den meisten Patienten muss die Behandlung ein zweites Mal wiederholt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Auch bereits abgestorbene Zähne können durch eine Zahnaufhellung verschönert werden – dies nennt man Walking-Bleach-Technik. Bei dieser Behandlung wird der Zahnarzt mehrere Einlagen in den zu behandelnden Zahn bringen, die dort jeweils einige Tage verbleiben.

Montag, 26. Dezember 2011

Beitrag 114 aus der FRENKENKLINIK: Kalte Temperaturen, empfindliche Zähne



In der kalten Jahreszeit ein häufigeres Problem: Dieser Beitrag der Firma GABA zeigt eindrücklich, woher die empfindichen Zähne kommen können und was man dagegen tun kann.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Beitrag 113 aus der FRENKENKLINIK: Heilige Zeit, Zeit der Süssigkeiten

Zehn Zahnpflegetipps



1. Mindestens zweimal täglich Zähne putzen!
Morgens und Abends nach den Mahlzeiten gründlich und ausdauernd die Zähne putzen. Drei Minuten müssen sein - immer in der gleichen Reihenfolge, so wird keine Stelle vergessen!
 
2. Zahnseide verwenden
Gerade in den Zahnzwischenräumen sammeln sich leicht Bakterien an. Die schwer zugänglichen Bereiche täglich mit Zahnseide oder einer Zahn-Zwischenraumbürste reinigen.
 
3. Richtige Putztechnik
Damit Zähneputzen auch wirklich effektiv schützt, kommt es vor allem auf die richtige Putztechnik an. Die Zahnarzthelferin erklärt die richtige Putzmethode. Einfach und wirkungsvoll ist die sogenannte "Rot-Weiß-Technik", also vom Zahnfleisch zum Zahn.
 
4. Auf die richtige Zahnbürste kommt es an!
  • Kurzkopfbürsten erreichen auch die hinteren Backenzähne gut.
  • Die Bürste sollte über drei bis vier Borstenreihen verfügen und gut in der Hand liegen - das garantiert optimale Führung.
  • Mittelharte, abgerundete Borsten aus Kunststoff verhindern Verletzungen des Zahnfleisches.
  • Keine Naturborsten verwenden, darin sammeln sich Bakterien an.
  • Spätestens nach zwei Monaten neue Bürste kaufen. Die alte entfernt 30% weniger Zahnbelag und ist voller Bakterien
Elektrische Zahnbürsten jüngerer Generation reinigen besser als Handbürsten. Sie sind für Kinder besonders geeignet: Die schnellen, automatischen Bewegungen der Bürste vereinfachen das Putzen. Putzdauer nur zwei Minuten!

5. Nie ohne Zahnpasta
Zahncreme sorgt für frischen Atem und erhöht deutlich den Reinigungseffekt der Bürste. Fluoridierte Zahnpasta verringert nachweislich die Neubildung von Karies. Zahncremereste nach dem Putzen nur mit wenig Wasser ausspucken! So bleibt die Schutzwirkung des Fluorids erhalten.

6. Fluorid muss mit
Fluorid verbessert wesentlich die Widerstandsfähigkeit der Zahnoberfläche gegen Karies. Wichtige Tipps zur richtigen Fluorid-Versorgung:
  • Die Verwendung von fluoridiertem Jodsalz beim Kochen und Backen beugt Karies und Kropfbildung vor.
  • Kleinkinder zusätzlich regelmäßig mit Fluoridtabletten versorgen.
  • Auch bei der Zahnpflege zu Hause fluoridierte Spülungen oder Gels verwenden
7. Kauen ist Fitnesstraining für die Zähne
"Kauaktive" Nahrungsmittel als Zwischenmahlzeit (Äpfel, Karotten, Nüsse) regen den Speichelfluss an - Speichel spült und härtet die Zähne. Eine ballaststoffreiche Ernährung (z.B. frisches Obst, Getreideprodukte, rohes Gemüse) wirkt sich auch positiv auf die Zahngesundheit aus.
 
8. Der Kaugummi danach
Wer ständig unterwegs ist, hat wenig Zeit zum Zähne putzen. Einfach nach dem Essen einen zuckerfreien Kaugummi kauen - die angeregte Speichelproduktion schützt vor Karies & Co.
 
9. Süsses in Maßen
Weniger Süsses bedeutet weniger angriffslustige Plaquebakterien. Vorsicht bei Kinderprodukten: In ihnen "lauert" oft hoher Zuckergehalt. Eine gute Alternative sind zuckerfreie Knabbereien.
 
10. Mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt!
Bei der Vorsorge-/Kontrolluntersuchung wird der Mundraum gründlich durchgecheckt. Im "Behandlungspaket" des Zahnarztes sind enthalten:
  • Beratung
  • Früherkennung von Karies und Zahnfleischerkrankungen inklusive Behandlung
  • Zahnsteinentfernung
Wer einmal im Jahr seinen Zahnarzt aufsucht, hat gut lachen, denn oft gebohrt wird nur bei Zahnarztmuffeln.

Samstag, 24. Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten


Wir wünschen allen Freunden der FRENKENKLINIK ein besinnliches Weihnachtsfest, Zeit um zur Ruhe zu kommen, keine anstrengenden Verwandten und viele gute Freunde.

Ihre FRENKENKLINIK Crew

Freitag, 23. Dezember 2011

Beitrag 111 aus der FRENKENKLINIK: Die Teleskopprothese


Die Teleskop-Prothese bevorzugt die komfortable Befestigung mit Hilfe von Teleskopkronen.
Dabei werden zunächst die entsprechenden Zähne mit Unter-Kronen versorgt und geschützt. Die Ober-Kronen (Teleskope) dienen zur Befestigung des Zahnersatzes und sind zusammen mit diesem herausnehmbar.

Die Teleskop-Prothese zeichnet sich durch exakte Passung und völlig unkomplizierte Handhabung aus. Sie gewährleistet ein absolut sicheres Kaugefühl ohne Fremdkörperempfinden und ist optisch unauffällig.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Beitrag 110 aus der FRENKENKLINIK: Was ist ein Zahnimplantat



Implantate sind Metallkörper aus gewebefreundlichem reinen Titan oder Keramikmaterial, die nach Zahnverlust in den Ober- oder Unterkiefer eingepflanzt werden.

Während der 2-6 monatigen Einheilphase entsteht zwischen der Implantatoberfläche und dem Kieferknochen einen stabile, knöchernde, biologische Verbindung. Diese ist die Voraussetzung dafür, daß nach der Einheilzeit Zahnkronen, Brücken oder eine herausnehmbare Prothese auf den frei gelegten Implantaten dauerhaft befestigt werden können.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Beitrag 109 aus der FRENKENKLINIK: Prothese mit Druckknopf


Um eine Prothese oder Teilprothese zu befestigen, kann ein Druckknopf als Halte-Element verwendet werden. Dabei werden die wurzelbehandelten Zähne präpariert, so dass auf einer Wurzelstiftkappe ein Halteelement befestigt werden kann.

Der Druckknopfanker ist ein praktisches Hilfsmittel bei der Zahnsanierung zur Befestigung des Zahnersatzes am Kiefer, denn die Prothese rastet in den Druckknopf ein und sitzt fest.

Druckknopfanker sind als Druckknopf gestaltete Halteelemente wie z.B. der Kugelanker zur Verankerung von herausnehmbaren Prothesen auf Wurzelkappen. Die durch Karies stark zerstörte Zähne werden wurzelbehandelt und auf Zahnfleischhöhe gekürzt sowie mit einer Goldkappe (Wurzelstift) überdeckt. Der eine Teil des Druckknopfes wird auf die Wurzelkappe gelötet, der andere Teil befindet sich in der Prothese. Einzelanker nach Art von Druckknöpfen lassen sich als Haltevorrichtung für herausnehmbaren Zahnersatz verwenden. Als Anker für Druckknöpfe können auch Implantate dienen.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Beitrag 108 aus der FRENKENKLINIK: Schmerzen beim Zahndurchbruch


Der Durchbruch der Milchzähne erfolgt in der Regel zwischen dem fünften und dem 30. Lebensmonat. Es gibt aber auch einige wenige Neugeborene, die bereits mit einem oder zwei Zähnen zur Welt kommen. Meistens brechen die unteren Milchzähne zuerst durch. Klassischerweise erfolgt der Durchbruch des zentralen unteren Schneidezahnes im sechsten Monat. Ein mit Sicherheit wichtiges Ereignis im elterlichen Alltag. Im zehnten, beziehungsweise zwölften Monat erfolgt der Durchbruch der oberen Schneidezähne.

Ende des ersten Lebensjahres sollten normalerweise sechs Milchzähne durchgebrochen sein. Ende des zweiten Lebensjahres sind meistens 16 Zähne vorhanden. Nach Abschluss des 30. Lebensmonats ist meist die ganze Milchdentition (Bezahnung) durchgebrochen. Das vollständige Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen.

Schon lange vor dem Zahndurchbruch kann das Baby durch das Wachstum der Zähnchen leichte Schmerzen verspüren. Ein vermehrter Speichelfluss, Quengeln, auffallend rote Bäckchen oder ein Fäustchen im Mund sind Anzeichen für das Zahnen.
Wenn Ihr Baby Schmerzen beim Zahnen hat versuchen sie folgendes:
  • Beissring: Ein Ring aus Gummi den man am besten im Kühlschrank kühlt. Gekühlt hilft er mehr als ungekühlt. Die Babys empfinden die Beissringe vielfach als angenehm und es ist besser wenn sie darauf, anstelle auf den Fingerchen herumkauen.
  • Ihr Apotheker führt schmerzlindernde Salben oder Zahnungsgels, welche helfen können.
  • In den letzten Jahren ist auch die Homöopathie in Mode gekommen. Viele Mütter schwören auf Osanit Kügelchen, welche in den meisten Apotheken zu beziehen sind.
  • Bernsteinketten wurden vor allem früher häufig verwendet. Man sagt dem Bernstein eine beruhigende Wirkung nach, die die Kinder durchschlafen lässt.
Der Durchbruch des ersten Milchzahnes ist zugleich der Startschuss für eine regelmässige Zahnreinigung.

Sobald das Milchgebiss vollständig ist, wäre ein erster Besuch beim Zahnarzt wünschenswert. Dieser Besuch sollte mehr von spielerischer Natur sein und dem Kleinkind die Angst vor dem Zahnarzt nehmen. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Webpage.

Montag, 19. Dezember 2011

Beitrag 107 aus der FRENKENKLINIK: Zahnschmerzen


Ist es Ihnen auch schon einmal passiert: die Zähne tun plötzlich weh. Starke, pochende Schmerzen, die einem nahezu den Verstand rauben.

Leider treten Zahnschmerzen häufig in ungünstigen Situationen auf, wie zum Beispiel im Urlaub. Anstatt entspannt am Strand zu liegen, muss man sich überlegen, ob man am Urlaubsort zu einem Zahnarzt gehen soll. Der Urlaub ist auf jeden Fall im Eimer.

Bei starken Schmerzen empfehle ich auf jeden Fall ein Schmerzmittel zu nehmen! In jeder Reiseapotheke sollte eines vorhanden sein. Viele Schmerzmittel haben eine entzündungshemmende Wirkung, sodass auch ein therapeutischer Effekt erzielt wird. Zusätzlich kann kaltes Wasser im Mund vorübergehend den pochenden Klopfschmerz etwas  beruhigen.

Der Gang zum Zahnarzt sollte aber sobald wie möglich stattfinden, auch wenn Sie den Eindruck haben, es sei schon besser geworden. Zumeist sind Bakterien für die Schmerzen verantwortlich, da sie in den Hohlraum im Inneren des Zahnes eingedrungen sind, wo sich der Nerv befindet. Durch die Bakterien wird der Nerv entzündet, was auch zu einer Eiterung bzw. auch zu einer Schwellung (dicke Backe) führen kann, wenn nichts dagegen unternommen wird.

In einem solchen Fall hat der Zahnarzt zwei Möglichkeiten um die Schmerzen zu beseitigen: Erstens eine Wurzelbehandlung, oder zweitens den Zahn zu ziehen. Letzteres sollte nur bei sehr stark zerstörten Zähnen, die nicht mehr zu retten sind, angewendet werden. Bei der Wurzelbehandlung wird der Zahn auf der Kauflache oder der Innenseite aufgebohrt und das Gewebe (Blut-/Lymphgefässe und Nerv) im Inneren des Zahnes entfernt. Anschließend wird mit einem Desinfektionsmittel gereinigt und eine medikamentöse Einlage in den Zahn eingebracht. Sollten trotzdem noch starke Schmerzen (ein leichtes Ziehen kann noch ein bis zwei Tage vorhanden sein) bestehen, muss die Einlage wieder entfernt werden und eine Antibiotikumgabe in Betracht gezogen werden.

Wenn der gewünschte Erfolg eingetreten ist, wird beim nächsten Termin die Wurzelfüllung (spezieller Kautschuk mit Zement) in den Hohlraum gestopft. Darauf muss eine dichte Füllung eine Reinfektion durch neu eindringende Bakterien verhindern. Je besser und sorgfältiger dies gemacht wird, desto länger wird dieser Zahn erhalten werden können.

Nicht jeder Zahnschmerz bedeutet automatisch, dass man den Zahn verlieren wird. Auch gesunde Zähne können hin und wieder weh tun. Ursache können zum Beispiel Beläge und Zahnstein sein, die ganz einfach durch eine professionelle Zahnreinigung zu beseitigen sind. Wer regelmässig – im Idealfall zweimal jährlich – zum Zahnarzt geht, tut nicht nur seinen Zähnen, sondern seinem gesamten Körper etwas Gutes. Entzündungen und Folgeerkrankungen können verhindert werden, und die Angst vor Zahnbehandlungen wird geringer. Wer regelmässig zur Kontrolle kommt ist daher viel besser beraten als der, der abwartet bis die Zähne weh tun.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Beitrag 106 aus der FRENKENKLINIK: Progenie


Bei der Progenie beisst der Unterkiefer über den Oberkiefer, das heißt die unteren Zähne stehen zu weit vor. Falls nicht frühzeitig mit einer Behandlung begonnen wird, ist die Progenie nur sehr schwierig, also auch langwierig und aufwändig für den Patienten, zu behandeln.

Die erforderliche Beeinflussung des Kieferwachstums mit herausnehmbaren Zahnspangen muss vor dem Ende des Zahnwechsels im Alter von 8 bis 13 Jahren erfolgen. Danach muss diese Fehlstellung bis zum Ende des Wachstums überwacht und gegebenenfalls weiter behandelt werden. Häufig ist diese Fehlstellung auch mit einem vorderen und seitlichen Kreuzbiss sowie offenem Biss verbunden.

Therapiemöglichkeiten

Bei Kreuzbiss sollte eine möglichst schnelle Dehnung des oberen Gaumens mit einer Zahnspange (Platte) oder einer sogenannten Hyrax erfolgen. Danach erfolgt die Behandlung mit einer Zahnspange in Kombination mit Gummizügen, wenn das Kind gut mitmacht.

Später, also ab der Pubertät kann eine festsitzende kieferorthopädische Therapie (Brackets) eventuell mit Unterstützung durch eine Gesichtsmaske, die zu Hause oder in der Nacht getragen wird, erfolgen. Damit wird das Wachstum des Oberkiefers stimuliert.

Bei Erwachsenen lässt sich entweder eine symptomatische kieferorthopädische Therapie mit Zahnentfernungen im Unterkiefer durchführen oder eine kombiniert kieferchirurgisch - kieferorthopädische Therapie.

Eltern sollten mit Ihren Kindern also spätestens mit 4 oder 5 Jahren zu einer kieferorthopädischen Kontrolle kommen, sofern die unteren Zähen weiter vor stehen als die oberen oder diese Fehlstellung in der Familie vorkommt, um eine möglichst einfache Behandlung während des Wachstums zu ermöglichen.

Beitrag 105 aus der FRENKENKLINIK: Platzmangel



Die meisten Fehlstellungen in der Kieferorthopädie sind durch Platzmangel im Kiefer bedingt. Befinden sich Zähne in abwegiger Position, weil sie keinen Platz in der Zahnreihe finden, spricht man von einem Engstand. In der Kieferorthopädie werden die Engstände grob in drei Gruppen unterteilt:

Primärer Engstand
Der Primäre Engstand besteht, wenn die Zähne schon von ihrer Anatomie her zu breit für den Kiefer sind. Der Behandler spricht dann von einem "Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergrösse". Die Gründe für einen primären Engstand liegen in der Erbsubstanz: Häufig hat ein Patient z.B. die Zahnbreite vom Vater, die Kieferbreite jedoch von der Mutter geerbt. Als Folge können die Zähne nicht genug Platz haben, um in einer harmonischen Zahnreihe im Kiefer zu stehen. Häufig ist eine Extraktionstherapie notwendig, um Platz für die Zähne zu schaffen.

Sekundärer Engstand
Diese Art des Engstandes kommt dann vor, wenn Seitenzähne des Milchgebisses nicht vorhanden sind oder früh durch Karies verloren gehen. Die Milchmolaren dienen den bleibenden Zähnen als Platzhalter und sorgen dafür, dass der hinter ihnen durchbrechende erste bleibende Molar nicht nach vorne wandert. Gehen diese Platzhalter verloren - sei es durch Karies oder Unfall (Trauma) - kommt es zur Drift des Molaren nach "vorne" (sog. "Mesialdrift"), wobei er den Platz für die noch nicht durchgebrochenen kleinen Backenzähne (die Prämolaren) einengt. Diese brechen dann entweder gar nicht oder in abwegiger Lage durch. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Milchmolaren bei Karies mit Füllungen zu versorgen, damit es nicht zu diesem sog. "Stützzoneneinbruch" kommt. Sollte dennoch einer der Milchmolaren verloren gehen, kann der Kieferorthopäde einen Lückenhalter einsetzen, der den Platz bis zum Durchbruch der bleibenden Zähne freihält.

Tertiärer Engstand
Der tertiäre - oder adoleszente Engstand kommt bei Erwachsenen vor. Die meisten Patienten "trifft" es zwischen dem 20. und 28. Lebensjahr. Im Gegensatz zu den beiden vorigen Fällen hat er jedoch verschiedene Gründe, die in der Kieferorthopädie zum Teil heftig diskutiert werden. Momentan geht man davon aus, dass es auch nach dem Abschluss des Kieferwachstums zu einem geringen Restwachstum des Unterkiefers kommen kann. Als Folge dessen kommt es zu einem Steilstand der Frontzähne im Unterkiefer mit Platzmangel. Auch die durchbrechenden Weisheitszähne werden als Grund für den tertiären Engstand diskutiert, da auch sie beim Durchbrechen theoretisch einen Druck auf die Restzähne ausüben könne, wodurch ein Platzmangel entstehen kann.
Entgegen mancher Aussagen handelt es sich beim tertiären Engstand jedoch nicht um einen Rückfall nach erfolgter kieferorthopädischer Behandlung! Vielmehr ist er als eigenständige, erneute Fehlstellung zu sehen. Behandelt werden muss dieser Engstand erst bei stärkerer Ausprägung.

Extraktionstherapie
Platzmangel ist ein häufiger Grund für eng- oder schiefstehende Zähne. Ist der Platzmangel dadurch hervorgerufen, daß der Kiefer für die Zähne zu klein ist, kann der Kieferorthopäde oft nur dann zu einem guten Ergebnis kommen, wenn bleibende Zähne gezogen werden. In der Regel werden die vier 1. Prämolaren entfernt, der hierdurch entstandene Platz kann dann für die Auflösung des Engstandes genutzt werden. Zum Schließen der Lücken kommen zumeist Gummizüge zum Einsatz.

Freitag, 16. Dezember 2011

Beitrag 104 aus der FRENKENKLINIK: Bruxismus


Der Bruxismus ist das unbewusste, meist nächtliche, aber auch tagsüber ausgeführte Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne, durch das die Zähne verschleißen, der Zahnhalteapparat überlastet und zusätzlich das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur, aber auch andere Muskelgruppen, die zur Stabilisierung des Kopfes angespannt werden, geschädigt werden können. Auf diese Weise kann es bis zu schweren Schmerzsyndromen und Ohrpfeifen (Tinnitus) kommen. Weitere häufige Erscheinungen sind Schwindel, Sehstörungen und Übelkeit. Diese Schmerzsyndrome werden in der deutschen Literatur als Kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD) geführt. Nachts fühlt sich der Partner, ähnlich wie bei einem Schnarcher, häufig durch das laute Zähneknirschen gestört.
Ursache
Wissenschaftlich ist der Bruxismus vergleichsweise wenig beachtet. Es gibt in der zahnmedizinischen Literatur noch viel zu wenige Studien, um gesicherte Erkenntnisse zu verkünden. Es ist z. B. bis heute nicht klar, inwieweit eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt oder ob der Bruxismus grundsätzlich immer eine behandlungsbedürftige Krankheit darstellt.
 
Risikofaktoren
Als Risikofaktoren gelten nach Studien und Umfragen u. a.:
  •  Schlafstörungen
  •  Chronischer Stress oder Angst
  •  Alkohol
  •  Koffein
  •  Rauchen
  •  Bestimmte Medikamente
Mechanische Auswirkung
Abweichungen der Bisslage um 0,01 mm von dem auswogenen Zahnkontakt werden wahrgenommen, Abweichungen um 0,1 mm können den Kauapparat soweit stören, dass es zum Bruxismus kommt. (Kobayashi et al. 1988, Doppelblindversuch im Schlaflabor). Experimentelle Zahnerhöhungen um 0,1 mm bewirkten in dieser Versuchsreihe verkürzte Tiefschlafphasen, erhöhte Adrenalinausschüttungen, verlängerte Apnoezeiten während des Schlafes und nach 14 Tagen war die Kaumuskulatur soweit traumatisiert, dass es zu einem erhöhten Muskeltonus kam.
Der Kaudruck, der beim Menschen normalerweise im Maximum 0,4 bis 0,45 kN beträgt, kann sich um den Faktor 10 steigern. Hierdurch können schwere Schäden entstehen.
 
Therapie
Zur Therapie hilft oft schon eine Anleitung zur Selbstbeobachtung und eine Aufklärung des Patienten über die Zusammenhänge sowie Anleitungen zur Selbstmassage der verspannten Muskeln, um die Beschwerden etwas zu lindern. Allerdings fehlt während des Schlafes jegliche Kontrolle über die Reflexaktivität des Kauorgans.
Hilfreich kann auch die Zusammenarbeit des Zahnarztes mit einem entsprechend fortgebildeten Physiotherapeuten sein. In bestimmten Fällen kann dies zu einer Reduktion des Tonus der Kaumuskulatur führen.
Eine Psychotherapie kann bei der Behandlung von Bruxismus-Patienten sinnvoll sein.
Knirscherschiene
Zahnärzte können in Zusammenarbeit mit einem entsprechend qualifizierten Zahntechniker eine Knirscherschiene (Aufbissschiene) anfertigen, um den Verschleiss an den Zähnen zu stoppen. Auch eventuelle Störkontakte der Zähne können ausgeglichen werden, was ebenfalls zur Entlastung führen kann.
Hierbei ist vor allem die umfangreiche Gnathologie (Funktionsdiagnostik) durch einen qualifizierten Zahnarzt unumgänglich.
Die Anfertigung dieser Schienen stellt ausgesprochen hohe Ansprüche an die Qualifikation des jeweiligen Zahnarztes und Zahntechnikers. Die routinemäßige Ausbildung an der Uniklinik streift diesen Aspekt nur. Inzwischen weiss man, dass die Konstruktion der Knirscherschiene eine hochkomplexe Aufgabe ist. Sofern es nicht gelingt, mit dieser Schiene die Gleitfunktion des Diskus interartikularis (Zwischengelenkscheibe) wieder herzustellen, versagt die Behandlung. Je nach Art der Okklusionsstörung können ganz unterschiedliche Aufbißkorrekturen bzw. Aufbißbehelfe erforderlich sein. Die Aufbissschiene ist lediglich ein Abriebschutz.

Biofeedback
Im Bereich des Biofeedbacks gibt es verschiedene Behandlungsversuche. Bei einem Ansatz wird über eine Sonde am Kaumuskel die Muskelspannung gemessen und akustisch an den Patienten zurückgekoppelt, wodurch sich der Patient seiner Handlung bewusst werden soll. Hierdurch ist es nun möglich den Kauimpuls willentlich zu unterbrechen. Wird dies trainiert, kann über Generalisierung der Impuls später möglicherweise auch ohne akustisches Signal wahrgenommen und gestoppt werden.

Hypnotherapie
Beim Versuch einer hypnotherapeutischen Behandlung wird eine Verlagerung der Muskelanspannung aus dem Kiefer in die Hand suggeriert, oder ein Erwachen bei jedem Zähneknirschen, bis die Gewohnheit verändert ist, oder ein spontanes Lösen der Anspannung im Schlaf. Diese Suggestionen werden posthypnotisch gefestigt und die Umsetzung bei einem späteren Gespräch überprüft.

Bruxismus bei Kindern
Bei Kindern kann Zähneknirschen völlig normal sein. Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Okklusion, also die Feinabstimmung des Zusammenbisses zwischen oberer und unterer Zahnreihe, zurechtbeißen und einschleifen, was zwar mit oft heftigen Knirschgeräuschen einhergeht, aber häufig keinen Grund zur Beunruhigung darstellt. Es gibt in der amerikanischen Literatur Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen „idiopathischen“ Skoliosen beim Jugendlichen und funktionsgestörtem Kauorgan sehen.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Beitrag 103 aus der Frenkenklinik: Kompositfüllungen



Komposite (latein composĭtum – zusammengestellt) sind zahnfarbene plastische Füllungsmaterialien für die zahnärztliche Behandlung. Laienhaft werden sie auch oft als Kunststofffüllungen bezeichnet, fälschlicherweise gelegentlich auch mit Keramikfüllungen (Synonym: Keramik-Einlagefüllung oder Keramik-Inlay) verwechselt. Das zahnmedizinische Einsatzgebiet der Komposite (Füllungen und die Befestigung von Keramikfüllungen, Kronen und Wurzelstiften mittels Komposit) wird auch als „adhäsive Zahnmedizin“ bezeichnet.
 
Sie bestehen aus einer organischen Kunststoffmatrix, die mit anorganischen Füllkörpern versetzt ist. Die Anwendung der Komposits erfolgte zunächst fast ausschließlich im Frontzahnbereich. Inzwischen werden Komposits mit einem erhöhten Füllkörpergehalt mit vielversprechenden Ergebnissen auch im Seitenzahnbereich eingesetzt. Vor allem machte aber die Weiterentwicklung der Haftvermittler (Bonding) und die Dentin-Adhäsivtechnik den Einsatz im Seitenzahnbereich möglich. Abwandlungen der Komposite sind Compomere und Ormocere, Glasionomerzemente sind eine andere Werkstoffklasse, die es aber inzwischen auch mit Kompositanteilen gibt.
 
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung von Komposits ist eine relative oder absolute Trockenlegung wichtig, die mit Watterollen oder durch Anlegen eines Kofferdams (ein über die Zähne gespanntes Gummituch) erreicht werden kann. Feuchtigkeit verringert die Adhäsion an Dentin und Schmelz.
 
Vorteile gegenüber Amalgamfüllungen
Komposits sind in mehreren Farben lieferbar, so dass bei sorgfältiger Farbwahl ein Unterschied zu den vorhandenen Zähnen nur schwer zu erkennen ist. Amalgamfüllungen werden im Zahn durch kleine Unterschnitte befestigt, wenn die Kavität (der präparierte Hohlraum) nicht von vornherein so gestaltet ist, dass sie sich nach außen hin verjüngt. Dazu kommt, dass Amalgam zu den wenigen Legierungen gehört, die sich bei der Abbindung ausdehnen. Dadurch presst sich das Material bis in jede kleinste Unebenheit hinein und sorgt für einen dichten Abschluss. Andererseits kann dadurch aber auch ein Zahn, bei dem die Zahnhartsubstanz schon stark reduziert ist, „gesprengt“ werden. Bei Kompositfüllungen ist das anders: Hier klebt dies Material regelrecht im Zahn, so dass einerseits nur die kariöse Zahnsubstanz entfernt werden muss, andererseits durch die adhäsive Befestigung evtl. sogar eine Stabilisierung des Zahnes erreicht werden kann.
 
Vorteile gegenüber Keramikfüllungen
Gegenüber Keramikfüllungen können Komposite mit geringerem Zeitaufwand und kostengünstiger eingesetzt werden. Die Fertigstellung erfolgt in der Regel in nur einer Sitzung. Durch die direkte Herstellung der Komposite-Restauration im Zahn kann teilweise eine substanzschonendere Präparation der Kavität erfolgen, weil im Gegensatz zum laborgefertigten Keramik-Inlay keine Einschubrichtung berücksichtigt werden muss. Außerdem kann durch das direkte Verfahren auf eine Abformung verzichtet werden.
 
Nachteile
Die Verarbeitung des Kompositfüllungsmaterials ist sehr aufwendig und zeitintensiv, da es in mehreren Schichten aufgetragen und jeweils mit einer Polymerisationslampe gehärtet werden muss, um die Polymerisationsschrumpfung des Materials zu minimieren. Voraussetzung für eine dauerhaft dichte Kompositfüllung ist die adhäsive Befestigung am Zahn durch Anätzen mit Phosphorsäure und Auftragen eines Adhäsivs. Entsprechend ist auch der finanzielle Aufwand gegenüber Amalgamfüllungen höher, wenn auch geringer als bei Einlagefüllungen aus Gold oder Keramik.
 
Verfärbungen der Füllung durch Tee, Kaffee etc. sind möglich.
 
Mit der Zunahme der Kunststofffüllungen, die allmählich immer mehr die Amalgamfüllungen ablösen, verschiebt sich die Kritik von den Amalgamfüllungen zu den Kompositfüllungen. Diskutiert werden mögliche schädliche Wirkungen durch:
  •  Toxizität
  •  Mutagenität
  •  Östrogenität und
  •  Allergisierung
durch die Kompositfüllungen.
 
Die Toxizität, Mutagenität und Östrogenität konnte in Studien bisher nicht belegt werden und ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand zu verneinen. Die Gefahr der Allergisierung betrifft vorwiegend den anwendenden Zahnarzt, der mit dem Monomer vom Komposit und mit den Dentinadhäsiven in Hautkontakt kommt. Dadurch können allergische Hautreaktionen bis hin zu schweren allergischen Kontaktekzemen mit nachfolgender Berufsunfähigkeit ausgelöst werden. Ein Einmalhandschuh hilft fast gar nicht gegen die Monomerpenetration, da er von den relativ kleinen Monomermolekülen innerhalb von nur drei Minuten durchdrungen wird. Deshalb ist bei eventuellem Kontakt ein sofortiger Handschuhwechsel anzuraten. Monomere und Dentinadhäsiva sollten deshalb nicht vom Behandler und der Assistenz berührt werden. Die Allergisierungsrate für den Behandler ist mit 1 bis 2 Prozent höher als bei Amalgam, liegt jedoch noch weit unter der Allergisierungsrate von Erdbeeren. Bei der Nutzen-Risiko-Abwägung (Erhalt des Zahnes mit einer Kompositfüllung oder Karies, Abszess und Zahnverlust) ist die Allergisierungsgefahr für den Patienten zu vernachlässigen.
 
In der medizinischen Fachliteratur sind keine Fälle von Vergiftungserscheinungen durch Komposite dokumentiert. Es liegen keine klinischen Daten vor, die für eine Schädlichkeit der Kompositfüllungen sprechen. Jedoch wurde bei In-vitro-Untersuchungen an Zellkulturen die Toxizität von Kompositen gezeigt. Die dabei eingesetzten Konzentrationen waren jedoch so hoch, dass eine klinische Relevanz fraglich erscheint. Das in der Zahnmedizin eingesetzte Zinkoxid-Eugenol ist beispielsweise in vitro wesentlich toxischer.
 
Eine relevante östrogene Wirkung der Komposite konnte nicht nachgewiesen werden. BisGMA enthält Bisphenol A, das an Östrogenrezeptoren bindet und somit eine pseudoöstrogene Wirkung entfaltet. Jedoch konnte Bisphenol A im Mundmilieu nicht nachgewiesen werden.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Beitrag 102 aus der FRENKENKLINIK: Interessante Informationen zur Narkose


Patienten, denen eine Narkose bevorsteht, sollten im Vorfeld einiges beachten. Die neue Webseite des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten (BDA) gibt einen Überblick zu allen wichtigen Fragen rund um die Narkose.

Patienten sollten sechs Stunden vor einer Vollnarkose nichts mehr essen und keine trüben Flüssigkeiten trinken. Zwei Stunden vorher dürfen sie auch keine klaren Flüssigkeiten mehr zu sich nehmen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) auf seiner neuen Internetseite sichere-narkose.de hin. Denn die Narkose schaltet nicht nur das Bewusstsein und das Schmerzempfinden, sondern auch Schutzreflexe wie den Schluck- und Hustenreflex aus.
Wer dann Nahrung im Magen hat, riskiere, dass diese in den Rachen gerät, eingeatmet wird und zu einer Lungenentzündung führt. Die neue Seite soll Patienten Ängste nehmen, Abläufe vor und nach einer Narkose erläutern und auf das Gespräch mit dem Narkosearzt vorbereiten. So erfahren Patienten dort auch, dass sie mindestens drei Stunden nach dem Aufwachen nichts trinken und mindestens sechs Stunden nichts essen sollten, um Übelkeit oder Erbrechen nach der Operation zu vermeiden.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Beitrag 101 aus der FRENKENKLINIK: Warum ein SSO-Zahnarzt richtig ist


Warum ein SSO·Zahnarzt richtig ist:
  1. SSO-Zahnärzte geniessen einen guten Ruf. Verschiedene Studien bestätigen. dass über 90% der Patienten mit ihrem Zahnarzt zufrieden sind. Auch der BEOBACHTER empfiehlt, einen SSO-Zahnarzt zu wählen.
  2. Die Patientenstelle Basel hat bestätigt, dass ihr kein Fall mit einem SSO-Zahnarzt bekannt ist - mit anderen schon.
  3. Die SSO-Zahnärzte garantieren eine qualitativ hochstehende, bedürfnisgerechte und kostenmässig faire Behandlung.
  4. Die SSO-Zahnärzte anerkennen die anspruchsvollen Qualitäts-und Transparenzrichtlinien der Schweizerischen Zahnärztegesellschaft SSO für die einzelnen Behandlungsschritte und/oder das angestrebte Endresultat einer zahnärztlichen Therapie.
  5. Discount-Zahnpraxen versprechen einen unkomplizierten Zugang für Patienten und billige Zahnbehandlung. Doch ist billig auch kostengünstig? Wer mit einem tiefen Taxpunktwert wirbt, korrigiert nicht selten bei der Taxpunktzahl oder mit Überversorgung.
  6. Die SSO-Zahnärzte informieren vorgängig und präsentieren nicht am Schluss eine überraschend hohe Rechnung. Vor umfangreichen Behandlungen erhalten die Patienten eine Kostenorientierung. Darin sind die Kosten und die zu erbringenden Leistungen aufgeführt. Das heisst, Patienten von SSO-Zahnärzten wissen, was auf sie zukommt.
  7. SSO-Zahnärzte sind auch dann noch da, wenn nach der Behandlung Probleme auftreten und medizinische Massnahmen nötig werden. In Zahnkliniken arbeiten vielfach ausländische Zahnärzte temporär. Diese brauchen aufgrund der heute geltenden gesetzlichen Regelung für Einsätze bis drei Monate in der Schweiz keine Praxisbewilligung. Sie sind mit unseren Qualitätsnormen oft nicht vertraut und unauffindbar, wenn der Patient Nachbesserungen oder Haftpflichtansprüche geltend machen will.
  8. Wenn Patienten mit einer Leistung ihres SSO-Zahnarztes nicht zufrieden sind, hilft ihnen die Ombudsstelle, eine faire Lösung des Problems zu finden. Nötigenfalls können Patienten ihre Beschwerde an die Begutachtungskommission weiterziehen. Für einen Unkostenbeitrag erarbeiten unabhängige Zahnärzte eine tragfähige Lösung für beide Parteien. Dies gilt aber nur für SSO-Zahnärzte. Bei Nichtmitgliedern müssen Patienten den aufwändigen und teuren Weg Ober die gerichtlichen Instanzen gehen.
  9. Die SSO-Zahnärzte erbringen verschiedene Leistungen im Interesse der Patienten und der Gesellschaft. So etwa sind sie von den Kantonen mit dem offiziellen zahnärztlichen Notfalldienst betraut. Daneben engagieren sie sich bei der Unfallverhütung im Sport.
  10. SSO-Zahnärzte sind der Vermeidung von Krankheiten verpflichtet. Sie engagieren sich durch Prophylaxekampagnen (insbesondere gegen Kinderkaries und Alterszahnprobleme), aber auch durch Instruktion in der zahnärztlichen Praxis umfassend für die orale Gesundheit.

Montag, 12. Dezember 2011

Beitrag 100 aus der FRENKENKLINIK: "stern" testet Qualität des zahnärztlichen Erstbefundes


Weniger als 30 Prozent der Zahnärzte erfüllten die Erwartungen
In weniger als einem Drittel von 114 untersuchten Zahnarztpraxen in Deutschland waren Befund und Beratung so gut, wie es der Patient erwarten darf. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine von der ERGO Direkt Versicherungen und dem Magazin stern initiierte explorative Studie, die in einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt wurde und die am 8.12.2011 Titelgeschichte des stern ist.

Thema der groß angelegten Stichproben-Studie war "Die Qualität des zahnärztlichen Erstbefundes". Die gemeinsam von ERGO Direkt Versicherungen und dem stern initiierte und 2010 durchgeführte Untersuchung liefert somit Daten zu einem immer wieder diskutierten Thema, das Auswirkungen hat auf die Gesundheit der Bevölkerung ebenso wie auf die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens. Durchgeführt wurde die Untersuchung von drei erfahrenen niedergelassenen Zahnärzten in Zusammenarbeit mit dem Kölner Institut für angewandte Verbraucherforschung (IFAV). Die Befunde wurden in 114 Zahnarztpraxen aus verschiedenen Regionen Deutschlands erhoben. Insgesamt 23 gesetzlich versicherte Probanden ließen sich dafür in jeweils fünf nach dem Zufallsprinzip ausgesuchten Praxen in der Nähe ihres Wohnortes als neue Patienten untersuchen und beraten.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind ernüchternd, insbesondere mit Blick auf das oft behauptete hohe Niveau der zahnärztlichen Versorgung in Deutschland. Die Studienautoren gruppierten und bewerteten die geprüften Praxen nach einer Notenskala von 1 bis 6, wobei 1 und 2 für "gut" standen, 3 und 4 für "mittel", 5 und 6 für "schlecht". Das Resultat: Die Durchschnittsnote lag bei 3,53. Nur rund 29 Prozent, also nicht einmal jede dritte Praxis, bekam die Note "gut". 30,7 Prozent schnitten mit "schlecht" ab.

Die Bewertung erfolgte auf Basis detaillierter Befunde: Alle Testpatienten wurden nach einem einheitlichen Verfahren durch die Gutachter untersucht und über die Ausgangsbefunde aufgeklärt. Die Gutachter und Autoren der Studie hatten den Probanden dafür genau erklärt, welche Untersuchungen sie in den Praxen erwarten könnten. Für ihre Praxisbesuche erhielten die Tester Fragebögen zur Dokumentation. Diese bildeten die Grundlage für die Bewertung der einzelnen Praxen durch die drei Gutachter.

Ein auffälliges Ergebnis war auch, dass die schwereren Fälle unter den Probanden noch deutlich schlechtere Erfahrungen machten als die leichten. Bei ihnen lag die Durchschnittsnote nur bei 4,4. Insgesamt zeigt sich außerdem eine enorme Abweichung der Ergebnisse bei den einzelnen Patienten. In rund 35 Prozent der Praxen hätte der Befund zu einer Über- oder Unterversorgung des Patienten geführt: Bei 18,4 Prozent der Praxen stellten die Studienautoren eine Unterversorgung fest, in 13,2 Prozent eine Überversorgung und in weiteren 3,5 Prozent der Fälle trat sogar beides zusammen auf.

Thomas Osterkorn, Chefredakteur stern: "Das Thema Zahngesundheit zeigt wie unter einem Brennglas die Herausforderungen für unser Gesundheitssystem und die Unsicherheit der Patienten. Auch wenn unsere Studie nicht repräsentativ sein konnte, macht sie sehr deutlich: Hier liegt etwas im Argen. Wir hoffen, mit der Untersuchung eine Diskussion anzustoßen, die Patienten zu einer besseren Behandlungsqualität verhilft."

Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der ERGO Direkt: "Die Zeche für schlechte Arbeit zahlt am Ende immer der Kunde: Er muss häufiger zum Zahnarzt, es wird teuer. Irgendwann müssen dann auch die Versicherer die Tarife erhöhen, weil immer mehr - unnötige - Rechnungen eingereicht werden. Hinzu kommt, dass die Patienten durch die schwarzen Schafe das Vertrauen in eine ganze Zunft verlieren. Wir als führender Zahnzusatzversicherer hoffen deshalb, dass diese Untersuchung eine längst fällige Diskussion anstoßen kann."

Quelle: ots, stern.de, Gruner+Jahr